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Gottesdienste
Sonntag 9.30 Uhr
Mittwoch 20.00 Uhr

Konfirmation mit Apostel Christoph Domenig

03.05.2026

Konfirmation ist ein Fest für die Konfirmanden, für deren Eltern und Familien und für die gesamte Gemeinde. Wenn dazu ein Apostel die Gemeinde besucht, ist es zudem ein ganz besonderer Höhepunkt.

Zu diesem Fest haben sich die Konfirmanden mit ihren Familien und Gästen besonders vorbereitet. Schön gekleidet, und mit viel Freude und Erwartungen an den besonderen Tag, sind sie eingetroffen. Wunderschöne Blumen zierten den Altar und das Instrumental-Ensemble spielte neben zu Herzen gehenden Melodien wie Memory, Sound of Silence, Laudate Dominum auch bekannte Kirchenlieder, welche die Konfirmanden schon in der Sonntagsschule häufig gesungen haben. Einen goldnen Wanderstab oder Lass die Herzen immer fröhlich weckten schöne Gedanken.

Der Apostel ging gleich zu Beginn auf die Fröhlichkeit ein. Ihm fiel auf, wie an diesem ersten Sonntag im Mai die Vögel bereits in aller Frühe gesungen, gepfiffen und jubiliert haben. Er fragte, warum das bei uns Menschen am frühen Morgen oft anders ist. Eine mögliche Antwort ist schnell gefunden. Wir wachen auf und oft schon sorgen wir uns für den beginnenden Tag mit all seinen Herausforderungen, Problemen und Unwägbarkeiten. Wenn sich die Vögel diese Sorgen um alle lauernden Gefahren wie jagende Katzen und Raubvögel, vorbeisausende Autos oder gefährliche Fensterscheiben machen würden, würden sie vielleicht auch nicht mehr so unbeschwert konzertieren. Wir Christen dürfen von diesem humorvollen Bild und den Vögeln etwas lernen. Wir dürfen unseren Gott, unsern liebenden Vater kennen. Ihm dürfen wir vertrauen, dass er unseren Weg kennt und uns führt. Wir dürfen vertrauen, dass wir mit Gott in der Lage sind und die Kraft haben, unseren Weg zu gehen.

"Wer aber mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem Himmlischen Vater". Dieser Text aus Matthäus Kapitel 10,32 war die Grundlage für den Konfirmationsgottesdienst. Da stellt sich die Frage, wie dieses Bekennen geht und wie man das Gesetz Moses erfüllen kann. Jesus wurde dies einmal gefragt und er hat dazu das Gleichnis vom Samariter gegeben. Dieser ist einem Mitmenschen beigestanden, als der von Räubern überfallen wurde und dringend Hilfe benötigte. Im Vergleich zu anderen, die am Überfallenen möglichst rasch vorbeigegangem sind, hat der Samariter trotz einem gewissen persönlichen Risiko Barmherzigkeit und Nächstenliebe gezeigt.

Zudem hat der Apostel auf die Situation mit der Frau, die wegen Ehebruch angeklagt war, hingewiesen. Jesus hat zu den Anklägern (wohl alles Männer in dieser Zeit) gesagt: "Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein". Die Ankläger schlichen einer nach dem andern davon. Sich zum Guten und zur Liebe zu bekennen heisst auch, nicht zu verurteilen.

Der Konfirmandenlehrer ergänzte diese Bilder mit einem Kompass, den er für die Konfirmandin und den Konfirmanden extra mitgebracht hat. Der Kompass für Christen ist die Heilige Schrift und insbesondere das Evangelium und das Vorbild Jesus Christus. Jesus zeigte uns, welchem Gott wir glauben und vertrauen dürfen. Gott ist die Kraft der Liebe, der Nächstenliebe und des Guten.

Der Apostel bekräftigte anschliessend nochmals: Bei Gott sind wir alle stets willkommen. Gott straft nie! Gott wirft uns keine Verfehlungen vor! Gott ruft uns! Und denen, die sich ihm im Vertrauen nahen und sich zu ihm bekennen, schenkt er Frieden, Freude, Zuversicht und die Verheissung des ewigen Lebens.